Kurioses

Um den Gedanken vom frühen Nachmittag ein wenig die leidige Luft zu nehmen, nun noch ein paar, wie ich finde, witzige Erlebnisse.

 

Unumstrittener Platz 1: Das betrunkene Eichhörnchen

Am Wochenende war ich mit meinem Bruder, meinen Cousins und zwei Freunden unterwegs, weil wir uns vom Frauen-Deutschlandspiel im Public Viewing unterhalten lassen wollten. Es waren übrigens, wie so oft, wenn ich ausserhalb meines Mädelsfreundeskreises unterwegs bin, 5 Kerle gegen 2 Mädels. Wir also leicht in der Unterzahl. Schade nur, dass 3 davon aus meiner Familie sind, der 4. mit dem 2. Mädchen seit unzähligen Jahren zusammen ist und der 5. bereits verheiratet. Nichts für mich dabei :P

Als wir also auf solch netten Bierbänken im Grünen sassen (ja, so etwas gibt es tatsächlich in Berlin!), kam zwei Meter neben uns ein knuffeliges Eichhörnchen mit seinem Puschelschwänzchen dahergehüppelt. Wir zwei Mädels natürlich sofort in ein schwärmendes „Oooooohhhhh, ein süsses Eichhörnchen!“ geschwelgt. Die Kerle waren eher mässig begeistert. Da hoppelt es also an uns vorbei, direkt auf den Holzzaun zu. Dieser typische Holzzaun mit den querstehenden Latten im Karomuster. Da ist also mehr Loch als Holz zu sehen. Eichhörnie setzt zum Sprung an, um durch eines der Löcher zu hüppeln und... klatscht voll gegen den Zaun!! Wir haben ja so gebrüllt vor lachen! Es war ja auch nicht so, dass es sich am Zaun festgehalten hat, um daran hochzuklettern. Nein! Es ist direkt dagegen gehoppst und dann wieder leicht bedröpelt auf den Boden geplumpst. Das war echt die Härte!

Berlin ist, wenn nicht nur die Obdachlosen betrunken sind, sondern die Eichhörnchen gleich mit.

 

Platz 2: Wir lachen trotzdem!

Ebenfalls Wochenende. Ebenfalls die Frauenweltmeisterschaft. Ebenfalls das Public Viewing. Wir auf einer Bierbank (jetzt ist es aber eine andere, da wo es keine Eichhörnchen gibt). Nachspielzeit. 0:0

Alle sind noch ausgelassen und guter Dinge. Wirklich ALLE! Nicht nur wir. Die Leute reden miteinander und lachen und jubeln und feuern an und klatschen und fiebern mit. Dann das treffende Tor der Japaner. Totenstille. Ganz so, als hätte Horst seine Frau Gabi beim Abendbrot eine verpasst, während klein Justin und klein Chantal daneben sitzen.  Ganz so, als hätte Japan seinem Euro-Freund Deutschland beim Fussbalspiel ein Tor untergejubelt, während die Fangemeinde und Kuhschubsers Club zuschaut. Neineinein... Während klein Justin, also die Fangemeinde niedergeschlagen dasitzt und nicht weiss, was er tun soll, feiert Chantal, also wir, weiter ihre eigene Party mit Playmobilponys.

Wir lachen, feixen, jubeln und lassen uns nicht vom depressiven Trauergejammer mitreissen. Ganz zum Leid aller Anwesenden. Die Kerle reden lauthals davon, irgendwelche Frauen aufzureissen, die direkt neben uns sitzen. Gaaanz unauffällig. Wir mussten ja so lachen!

Denn: Wir lachen auch dann, wenn alle anderen die Deprikugel schieben. Denn wir haben ja uns!

 

Platz 3: Kerl beim Joggen

Auf dem Weg nach Hause ist mir 15 Minuten vorm Ziel ein Kerl entgegen gerannt gekommen. Er war sicherlich so zwischen 17 und 21. Mit Musik in den Ohren ist er die grosse Hauptstrasse entlang gejoggt. Sein strohblondes Haar war für meinen Geschmack etwas zu lang und wäre es schwarz, hätte ich ihn als Emo enttarnt. Seine Grösse war so mittelmässig. Nicht klein, aber auch nicht riesig, sein Gesicht rosa angelaufen. Klar, er war ja auch rennen, da darf das schon sein. Alles in allem hätte ich ihn womöglich als einen recht sexy Kerl  eingestuft, wenn... da nicht dieser quälende Gesichtsausdruck wäre, der mir sagen wollte „So verdammter Sch***rotzfu**!! Ich werde nie wieder joggen gehen! Ich hasse es!“ Das war dann doch eher unsexy.

Man(n) merke also bitte: Gesicht verziehen beim Joggen ist eeecht ... uncool.

 

 

 

 

12.7.11 19:30

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