Das grosse TAAAAAA!!!

Zeit zum Jubeln. Zeit zum Luftholen. Zeit zum Stolzsein! Meine Bachelorarbeit mit dem äusserst kreativen Titel „Internet und ADS“ ist in Sack und Tüten auf dem Weg durch Deutschland zu meiner Uni. Ich hatte schon fast ein schlechtes Gewissen, weil ich die letzten Nächte vor dem Abgabetermin nicht durchgemacht hatte. Für gewöhnlich bin ich doch immer so spät dran, dass ich fünf Minuten vor der Angst erst fertig werde und in einem nicht enden wollenden Arbeitshaufen ersticke. Diesmal nicht.

Schön entspannt bin ich alle Verzeichnisse durchgegangen und habe hier und da ein bisschen Korrekturlesen über die Arbeit ergehen lassen. Jetzt ist sie weg (WEG!) und ich bin wieder allein, allein. Ehrlich gesagt, weiss ich noch gar nicht, was ich mit all meiner Zeit machen soll. Ich habe keine Bücher mehr zum Durchwälzen, keine langen Texte zum Schreiben, keine zwei Stunden Radfahren am Tag... Hmmmmmmm... Jetzt, da ich endlich fertig bin, würde ich am liebsten noch einmal von vorne anfangen und eine neue Bachelorarbeit schreiben. Verrückt. Jedenfalls ist erst einmal Resozialisierung angesagt. Mit Freunden treffen, Dummheiten anstellen und durchs Leben stromern. Das ist der Plan für Ende Juli/Anfang August.

 

 

Der depressive Osterhase

Den einen Tag habe ich einen wirklich, wirklich, wirklich depressiven Osterhasen gesehen. Womöglich war er sogar schon tot vor lauter Kummer, so genau kann ich das nicht sagen. Vielleicht lag er auch nur auf dem Boden und hat geweint. Oder sich von einem Dauerlauf erholt. Fakt ist: da auf dem Bürgersteig, direkt vor der Strasse, lag ein armes, armes Osterhäschen mit dem Bauch auf dem Boden, ganz niedergeschlagen. Mit seinen zwei langen Löffeln schmückte es den Gehweg. Wahrscheinlich haben die Hühner den Hasen gejagt, bis er tot umgefallen ist. Osterhase! Man klaut ja auch nicht einfach die Eier der Hühner, malt sie bunt an und versteckt sie... Also wirklich! Ostern ist nun auch schon ein Weilchen vorbei.

Mag auch sein, dass ein kleines Kind sein Stofftierhäschen verloren hat und der Hase deswegen wie tot auf dem Boden lag. Man munkelt...

 

Die Maus und die Ratte

Mitten in der Stadt. Verkehrsknoten. Eine kleine grüne Ecke, in der man sich verkriechen kann. Da sitze ich und warte auf einen Anruf, verborgen im Grünen, auf einer bescheiden aussehenden Bank. Ich kritzel gerade auf einem Blatt Papier herum, als sich etwas ausgenommen grüner Blätter bewegt. Es ist eine Maus! Zwei Meter neben mir. Braun, klein  und irgendwie... süss. Mümmelt da im Gras und huppelt langsam ins Gebüsch. Okay, solange sie mir nicht zu nah kommt, soll sie doch huppeln, wo sie will.

Zwei Minuten später. Unter meiner Bank bewegt sich etwas. Ein grosses, braunes Etwas huscht genau an meinem Bein vorbei und hopst über den Weg vor meiner Nase. Ich glaube, es sei die Maus von eben, aber ich weiss auch nicht. Diese hier scheint doppelt so gross zu sein und... hm... eine Ratte? Direkt neben meinen Füssen? Vor mir auf dem Weg? Wo um alles in der Welt bin ich hier gerade gelandet? Das habe ich ja nicht einmal bei mir im Vorörtchen...! Yummieee!

 

Der Pinkler

Nachdem ich mich von der Ratte erholt hatte, kam ja gleich das nächste Ding. Ich wühle in meinem Rucksack, als ich höre, wie jemand sich nähert.  Er macht seinen Weg direkt ans Gebüsch ohne mich zu beachten, doch ich schiele zu dem Kerl rüber. Das ist jetzt nicht sein Ernst!? Will der da direkt neben mir jetzt ins Gebüsch pinkeln?! Was für ein Vogel!

Ich habe Glück. Er pinkelt nicht, sondern marschiert dann doch an mir vorbei auf die andere Seite der Bank. Hat er mich also doch noch bemerkt, läuft nun lieber woanders hin zum Pinkeln und... direkt ran ans Gebüsch. Jetzt will er nicht mehr links von mir pinkeln, sondern rechts von mir! Zipp! Platschplatschplatsch. Ich bin hin- und hergerissen zwischen laut loslachen und bitterlich weinen. Was zur Hölle?! Freakige Stadt, ich sage es immer wieder...

 

Bücher, die nun anstehen:

Homer - Ilias und Odyssee (sind ja nur noch ca. 570 Seiten, dann bin ich auch schon fertig... o.O)

Keller - Die Leute von Seldwyla (u. A. mit Romeo und Julia auf dem Dorfe oder auch Kleider machen Leute. Da ich für Homer Ruhe brauche, kann ich seine Werke nicht unterwegs lesen. Dafür jetzt Keller.)

23.7.11 15:56

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